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Linux
auf PDAs
27-Jul-2000/14-01-07
PDA : Linux-PDAs : Linux auf PDAs
Linux auf PDAs und Embedded Linux
Im folgenden gehen wir kurz darauf ein, was Linux ist und beschreiben
dessen Vor- und Nachteile im Handheld-Einsatz.
Linux: Kernel und Distributionen
Der
Kern von Linux wurde vor etwa 10 Jahren vom Norweger Linus Torvalds
entwickelt. Im Gegensatz zu anderen Betriebssystemen liegt der Quellcode
offen und kann von jedermann eingesehen und weiterentwickelt werden. Man
spricht hier deshalb von "Open Source". Heute arbeiten Tausende von
Entwicklern auf freiwilliger Basis an der Verbesserung und Erweiterung
von Linux und weiterer Komponenten wie grafischer Benutzeroberflächen
oder Utilties. Verschiedene kommmerzielle Entwickler wie
Red Hat oder
S.u.S.E. haben sich des freien
Betriebssystems angenommen und einfach installierbare Softwarepakete
geschnürt, die als "Distributionen" bezeichnet werden; daneben
existieren auch nichtkommerzielle Distributionen, z.B.
Debian.
Genaugenommen handelt es sich bei Linux nur um einen
Kernel, der die grundsätzlichen
Ein-/ Ausgabefunktionen enthält, es hat sich aber eingebürgert, alle
Bestandteile einer Distribution als "Linux" zu bezeichnen. Weitere
Informationen über Linux finden sich zum Beispiel auf den
deutschsprachigen
Linux-Seiten.
Vorteile
Ein großer Vorteil des Einsatzes von Linux auf einem PDA besteht
darin, dass die Quelltexte für alle interessierten und ausreichend
fähigen Entwickler zur Verfügung stehen. Bei Fehlern in Anwendungen oder
in Treibern kann also prinzipiell jeder selbst Hand anlegen: Fällt
irgendwem ein Fehler auf, kann ein (in der Programmierung erfahrener)
Nutzer sich den Quellcode besorgen, das Problem beseitigen und das
Betriebssystem neu in Binärkode übersetzen. Anschließend lädt er es in
seinen PDA und arbeitet weiter.
Die Ressourcenanforderungen von Linux sind vergleichsweise gering. Es
ist beispielsweise möglich, ein Linux-System mit 256 kB ROM und 512 kB
RAM aufzubauen, eine Festplatte ist nicht erforderlich. Was derzeit --
zumindest theoretisch -- an Miniaturisierung möglich ist, demonstrierte
Mitte 2000 beispielsweise IBM mit der
Linux Wrist Watch.
Nachteile
Die Entwicklung von Linux findet auf freiwilliger Basis statt, was
dazu führt, dass bestimmte Hardware oder Feature nicht unterstützt
werden, weil sich kein Programmierer dafür interessiert. Ein weiteres
Ärgernis ist die Zersplitterung der Entwicklergemeinde; ein Beispiel
hierfür sind die beiden konkurrierenden grafischen Benutzeroberflächen
KDE und
Gnome.
PDAs auf Basis von Linux
Verschiedene Firmen arbeiten etwa seit 1997 an kommerziellen
Produkten auf Linux-Basis; Compaq
werkelt seit längerem an den Linux-PDAs Itsy,
einer Design-Studie, und dem iPAQ. Auch
Samsung hat bereits vor Monaten den
Yopy angekündigt, der wohl Ende 2000 in
den Läden erhältlich sein wird. Der erste Anbieter eines marktreifen
Linux-PDAs ist jedoch Agenda Computing
mit dem VR3.
Neben kommerziellen Produkten auf Linux-Basis gibt es auch diverse
Projekte, das Betriebssystem "normaler" PDAs durch Linux zu ersetzen.
Erwähnenswert sind folgende Projekte:
Netmarks zu Embedded Linux
Embedded Linux Portal Sites:
Distributionen:
Realtime Linux-Hardware:
Kernel-Portierungen und RT-Erweiterungen:
Sonstiges:
Siehe:
- Jürgen Quade: "Embedded Systems im Sog der Linux-Welle.
Microsofts CE-Ambitionen in kürzester Zeit durchkreuzt" (Embedded
Systems). In: Computerwoche Spezial 4/2000: S. 20-21.
- Handhelds.org,
www.handhelds.org
- Palmtop Magazin
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