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Definition Weblogging

Spektrum : Schreiben : Weblogging :Weblogging  : Übersicht
17-Apr-2002/14-Jan-07


Übersicht

 

Definition

Definitionsansätze --

Reimar Kosack:

"Prinzipiell sind Weblogs persönliche Sites, die eine Liste von kommentierten Links zu anderen Web-Sites enthalten. Die Bemerkungen sind oft witzig und sarkastisch. Die Idee ist aus dem Brauch entstanden, Freunden und Bekannten E- Mails mit interessanten Sites zu schicken.

Bei den meisten Weglogs wird nach dem Tagebuch-Prinzip der letzte Eintrag an der Spitze platziert. Oft werden sie täglich ergänzt. So entstehen lange fortlaufende Sites, in denen man aber über Themen und Suchbegriffe navigieren kann. Außerdem gibt es eigentlich fast immer Angaben zu der Person des Autors.

Weblogs sind also eine Mischung aus Newsgroup, Messageboard und privater Homepage. Mit der extra entwickelten Software sind sie leicht und trotzdem individuell oder grafisch anspruchsvoll zu gestalten. User können gegenseitig Mitglied in Weblogs werden und dann an der Site mitarbeiten. Der entscheidende Unterschied zu den bisherigen Reputationmanagern ist ihr persönlicher Ton und ihre breite Zugänglichkeit" (Quelle: weblogs.medien.uni-weimar.de/projektlog/weblogs/definition; Zugriff: 18-May-2002)

Dave Winer:

"Weblogs are often-updated sites that point to articles elsewhere on the web, often with comments, and to on-site articles. A weblog is kind of a continual tour, with a human guide who you get to know. There are many guides to choose from, each develops an audience, and there's also comraderie and politics between the people who run weblogs, they point to each other, in all kinds of structures, graphs, loops, etc.

Today, there are hundreds of thousands of weblog sites, and the market for tools for managing such sites is growing quickly. My company, UserLand, makes two products for weblogs, Manila, which is a centralized server-based content management system; and Radio UserLand which provides easy and powerful weblogging from the desktop. [...]

Viewed another way, weblogs are Personal Web Publishing Communities".

Quelle: "The History of Weblogs", newhome.weblogs.com/historyOfWeblogs.

"1. A weblog is personal -- it's done by a person, not an organization. You see a personality. It's not washed-out and normed-up, the bizarre shows through. That's why weblogs are interesting.

2. A weblog is on the Web -- it doesn't get printed, it can be updated frequently, it's very low cost to produce, and it can be accessed through a Web browser.

3. A weblog is published -- words flow through templates, the process is automated, the writer and designer are elevated. There's also a possibility of using advanced writing tools, and syndication through RSS. In other words, technology applies to weblogs, publishing technology.

4. And finally, a weblog is part of communities. No weblog stands alone, they are relative to each other and to the world. The Link and Think project, as an example, is part of the weblog community and part of the World AIDS Day community. My weblog, Scripting News, is part of the weblog community and part of the community of independent developers, particularly those using scripting environments. The same can be said of most weblogs that gain audiences, they connect people together using the Web through common interests".

Quelle: "Personal Web Publishing Communities", newhome.weblogs.com/personalWebPublishingCommunities.

Derek M. Powazek; Quelle: powazek.com/wtf; Zugriff. 18-May-2002:

"[...] And through it all, I drew my inspiration from the cacophony of personal voices I found online. Here was the mother lode of personal expression – the one place in our lives that we (as people lucky enough to have access) can say whatever we want about anything we want. This was the anti-television. Digital democracy.

I believed that. And the crazy part is, I still do. [...]

I hated the fact that the essence of weblogging at that time, and perhaps still today, was the off-site link. A witty quip, a link away, updated as much as possible. It was easy (and predictable) to foresee a future web of "independent content" that solely consisted of pointing at people who are pointing at other people. [...]

I don't hate weblogs. I love weblogs. Honest.

I love weblogs because they're yet another way for people to express themselves online. Sure, they're full of links. They're also full of lives. [...]"

Abgrenzung von CMS:

Hannes Wallnöfer: "Ich würde einmal so sagen: Content Management ist ein weiter Begriff, mit dem sowohl ganz einfache, als auch ganz komplizierte Sachen bezeichnet werden können. Man könnte sagen, dass Weblog-Tools ganz einfache, minimalistische Content Management Systeme sind. Das Schöne an diesen Tools ist, dass sie ganz einfach zu bedienen sind, dass man damit Sachen schnell publizieren kann: Man klickt auf einen Link, logged sich ein, schreibt etwas, drückt noch auf einen Knopf und die Sache ist draußen" (Quelle: matrix.orf.at/bkissue/200903_1.htm, Zugriff: 08-May-2002

Abgrenzung Weblog <-> Homepage:

Dave Winer: "Es ist absolut die gleiche Idee. Mit der Ausnahme, dass Weblogs als eine Art Weiterentwicklung von persönlichen Websites verstanden werden können. Weblogs verdeutlichen eine Eigenheit des Netzes, die bei der ursprünglichen Vision nicht so deutlich sichtbar wurde: Nämlich, dass sich das Web ständig verändert. Es bleibt nie stehen. – Nein, ich sollte nicht nie sagen. Natürlich gibt es Broschüren da draußen im Web, aber aus individueller Sicht verändert sich das Web ständig. Wenn Sie auf meine Website gehen, kann es schon passieren, dass Sie dort von einem Tag zum anderen unterschiedliche Geschichten lesen. Das, der Zeitfaktor, ist glaube ich etwas, das die Weblogs eingeführt haben. Sonst sehe ich nicht wirkliche Unterschiede zwischen einem Weblog und einer Website" (Quelle: matrix.orf.at/bkissue/200903_1.htm, Zugriff: 08-May-2002)

Abgrenzung Weblog <-> E-Mail:

Dave Winer: "Die beiden Medien sind sehr unterschiedlich. Sie können bei einer e-mail, die versendet wurde, nachträglich nichts mehr verändern. Bei einem Weblog hat man diese Möglichkeit. Man kann ein paar Minuten später sagen: Nein, ich habe meine Meinung geändert und ich lösche diese Aussage lieber. Ich mache das ständig. Es kommt schon vor, dass Sie auf meiner Site das eine oder andere böse Wort lesen können. Aber wenn Sie ein paar Minuten später zurückkommen, sind diese flames auch schon wieder weg. Manchmal fällt es mir eben schwer, mich zurückzuhalten. Obwohl es wahrscheinlich besser wäre, manches nicht zu sagen. Ich denke, es gibt etwas Wundervolles rund um Weblogs: sie sind editierbar" (Quelle: matrix.orf.at/bkissue/200903_1.htm, Zugriff: 08-May-2002)

Paul Andrews, "Web logging can serve many roles", in: The Seattle Times vom 27. Mai 2002,
seattletimes.nwsource.com/html/businesstechnology/134462365_paul27.html.

Als Vorteile von Blogs werden angeführt: unverzügliches Feedback von der Gemeinschaft der Blogger, zeitnahe Indizierung durch Google, automatisch erstellte Archive. Nicht zuletzt könnten Unternehmen vermeiden, User mit eMails zu spammen. Sie könnten stattdessen ihre Informationen bloggen und die User, die daran interessiert sind, selbst darauf zugreifen lassen. Blogs würden sich auch für Kommunen (Gebietskörperschaften) als Diskussionsforum eignen. Zeitungen könnten Blogs sponsern, um sich als führende Informationsquelle ihrer Zielgruppe zu behaupten. Großes Potential wird auch Intranet-Blogs unterstellt (also Blogs, die nur Mitgliedern einer Organisation zugänglich sind). Informationen könnten darin freier und informeller fließen als auf einer üblichen Website. Zu bedenken sei aber, daß Blogs eine kontiniuerliche Betreuung und Aktualisierung brauchen und - im Falle von gesponserten Blogs - die Beziehung zum Unternehmen gewissenhaft dargestellt werden müsse, damit User die Vertrauenswürdigkeit und Unabhängigkeit des Blogs beurteilen können.

Quelle: Zusammenfassung aus dem Gastgewerbe-Portal Abseits.de, www.abseits.de/weblog/2002_05_01_archiv.html#77051536; Zugriff: 28-May-2002.

Siehe auch

Netmarks

Abseits.de: Weblogs (Online-Marketing),
www.abseits.de/weblogs.html.

Lesenswerte Einführung in Weblogging; nicht in allen Punkten akkurat, aber die beste uns bekannte deutschsprachige Übersicht zum Thema.

Abseits.de: Besondere Einsatzbereiche von Blogs (Online-Marketing),
www.abseits.de/weblogs_einsatzbereiche.htm.

Kommentierte Linkliste mit vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten für Weblogs.

Anmerkungen

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Literatur zu P2P (mehr)
Von Detlef Schoder, Kai Fischbach und René Teichmann:
»Peer-to- Peer. Ökonomische, technologische und juristische Perspektiven«
Von Andy Oram:
»Peer-to-Peer. Harnessing the Power of Disruptive Technologies«
Von Dana Moore und Joseph Hebeler:
»Peer-to-Peer«
Von Michael Miller:
»Discovering P2P«
Von David Barkai:
»Peer to Peer Computing. Technologies for Sharing and Collaborating on the Net«
Von Hassan Fattah:
»P2P. How Peer-to-Peer Technology Is Revolutionizing the Way We Do Business«
Von Bo Leuf & 
Ward Cunningham
:
»The Wiki Way. Quick Collaboration on the Web«
Von Bo Leuf:
»Peer to Peer. Collaboration and Sharing on the Internet«
Von Rebecca Blood:
»We've Got Blog. How Weblogs are Changing Our Culture«
»The Weblog Handbook. Practical Advice on Creating and Maintaining Your Blog«

 

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